Wie es entwickelt wurde


Die Anfänge meines pädagogischen Manifests entstanden im ersten Betriebsjahr unseres Wiener Lehrinstituts, Institut Wissen und Können, 1980.
Bis 1988 wurden die praktischen Erfahrungen Jahr für Jahr ausgewertet und fanden Einfluss in die jeweiligen Fassungen. Die jeweils gültige Fassung nutzen wir auch als Grundlage in der Ausbildung unserer pädagogischen Mitarbeiter. 1988 wurde das Manifest erstmals in verschiedenen Medien publiziert.
Bis zur Schließung unseres Instituts im Jahr 1996 war dieses Manifest das zentrale Regelwerk für alles pädagogische Wirken in unserem Institut. Die damit sowohl bei der Ausbildung unserer Privatpädagogen als auch bei den von diesen unterrichteten und geführten Kinder und Jugendlichen erzielten Veränderungen waren ausgesprochen bemerkenswert. Sie wurden von den durchwegs jungen Privatpädagogen, unseren Schülern und deren Eltern sehr geschätzt.
Um die darin dargelegten Gedanken der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wird dieses Werk ab November 2016 kapitelweise im Internet veröffentlichen.

Das Pädagogische Manifest


Leitlinien für eine neue pädagogische Kultur und eine

Neue Lernkultur


Von Helmut W. Karl
Wien, im Dezember 1989, konzipiert von 1981 bis 1988 fertig gestellt, 1993 überarbeitet. Neu plubliziert 2016.
Copyright © 1988, 1996, 2016 Helmut W. Karl


Leitbild


"Das größte Potential für eine schönere Zukunft liegt in den noch nicht geweckten An­lagen der Menschen. Eine pädagogische Einrichtung trägt ihren Namen daher nur dann zurecht, wenn sie geistigen Anlagen junger Menschen zur Blüte bringen und so einen entscheidenden Beitrag leisten will und durch ihn bewirkt, dass die Menschen aus der Geschichte lernen und eine Kultur von Ethos und Lebensfreude errichten."

Leitsatz


Die Sprache des Menschen ist Ausdruck seines Wesens: Sie ist das Mittel, mit dem der einzelne Mensch seinen Nächsten an seiner Welt teilhaben lässt. Die Sprache ist "Platzhalter", Stellvertreter für seine tatsächlichen Bestrebungen. Jedes von Menschen geprägte Wort hat den ursprünglichen Zweck, die eigene Betrachtung an den Nächsten weiterzugeben. Grundsätzliches und grundlegendes Verständnis der Sprache, ihrer Strukturen und ihrer Einzelteile, der Wörter, sind daher zentrales Anliegen jeder wahren Lernkultur.

Vorschau auf Teil 1: Abgrenzung der Begriffe.