Unser Wort Politik bezeichnet "Staatskunst" bzw. "Kunst der Staatsführung", und geht auf das altgriechische Wort "polis" zurück. Polis war die Bezeichnung für "Stadt" und zugleich für "Staat", weil im alten Griechenland die Städte meist zugleich Staaten waren - Stadtstaaten eben.
Mit der Nachsilbe "-ik" (die gleiche wie in Musik, Technik und Physik! -) bezeichnet das Wort das "Wissen um die wirkenden Kräfte innerhalb eines Staatsgefüges und seine Anwendung". Konsequenterweise sind "Politiker" Menschen, die über Wissen um die Wirkungen innerhalb des Staatsgefüges verfügen und es als Kunst anwenden.
Heute leben wir in freien demokratischen Staaten, die von (gewählten) Politikern regiert werden. Es stellt sich aber die drängende Frage, ob die Führungskader dieser Staaten tatsächlich ausreichend über "Wissen um die Wirkungen innerhalb dieser Staatsgefüge" besitzen und die einschlägige Kunst beherrschen.
Wie es scheint, verstehen sich die Akteure dieser Staaten viel mehr als "Manager" denn als Politiker, denn sie exekutieren de facto Pläne und Vorhaben, die anderen Ortes und von anderen Gremien gesetzt wurden. Wahre Staatsmänner aller Zeiten haben sich ganz gewiss durch andere Qualitäten ausgezeichnet.
Politik unserer Zeit ist unter das Niveau regionaler Sportveranstaltungen gesunken, denn bei solchen wissen die Akteure, dass man aus eigenem Interesse siegen will. Die Mannschaften treten je als ein "in sich einiges Ganzes" dem Gegner gegenüber, dem wird Respekt entgegengebracht und der "Kampf" der Kräfte wird mit Fairness geführt - die bessere Mannschaft gewinnt. Was zeichnet die bessere Mannschaft aus?
Den Sieg trägt jene "Kampfgemeinschaft" davon, deren Einigkeit bewirkt, dass die Stärken jedes einzelnen Gliedes der Mannschaft besser koordiniert vereint auf das Ziel ausgerichtet sind. Jedes Glied der Mannschaft trägt nach besten Kräften bei. Wo findet man Ähnliches in der modernen Politik?

Im Wesentlichen haben moderne Politiker keine eigene Zielvorstellung, sondern eben nur jene, die ihnen "von der Partei" vorgeben wird; und letztere müsse sich in jeder Koalition als der Stärkere und damit als Sieger erweisen. Ob und wie weit solch ein "Sieg" dem Wohl des Staatsvolkes insgesamt dient, steht dabei gar nicht zur Frage. Die tatsächlich wirkenden Kräfte wurzeln in aller Regel in Gruppeninteressen; kaum jemals spielt vitales Interesse des ganzen Volkes eine Rolle.
Welcher moderne Politiker erkennt schon in der Gesamtheit bedrohlicher Probleme seines Volkes den wahren Gegner, den es zu besiegen gilt? Kaum ein Politiker erkennt diese Gesamtheit und hat eine Vorstellungen davon, wie diese Probleme zu überwinden sind. Von einer Vision, welches Endergebnis angestrebt werden kann und soll, ist ganz zu schweigen. Wenn dann doch einer mal solche Vorstellungen hat, dann entpuppt er sich nur allzu oft als Diktator, offen oder im Geheimen.
Als Verfechter eine neuen Lernkultur - das ist eine Kultur des Lernens in einer lernende Kultur, - streife ich diese Umstände nur am Rande, weil ich erkannt habe, dass alle diese bedauerlichen Entwicklungen auf einen gemeinsamen Nenner zurückzuführen sind:
Die Bildung unserer Zeit wurde dahingehend manipuliert, dass Umstände herauskommen, denen das Volk nur mit mehr Apathie begegnen kann.
Dann haben als "Politiker"engagierte Manager freie Hand, das zu realisieren, was ein im Hintergrund unsichtbar agierendes Gremium vorgibt.
(Sie finden die Schilderung eines leuchtenden Beispiels unserer Zeit hier: Sorgen um Europa.

Von Politik geprägte Bildung


Warum klagen heutzutage immer mehr Eltern und Arbeitgeber, dass Jugendliche kaum die wesentlichen Grundlagen beherrschen? Warum klagen heutzutage immer mehr Lehrkräfte, dass sie, durch Erziehungsaufgaben überlastet, ihren Unterrichtsaufgaben nicht mehr gerecht werden können?
Wenn Lehrer durch Erziehungsaufgaben überlastet sind, klingt es da nicht "logisch", ihnen das Studium der "Erziehungswissenschaften" zu verordnen, statt sie mit pädagogischen Grundlagen zu versorgen?
Dies erscheint aber nur so lange logisch, wie man "Erziehungswissenschaften" nur vom Wortbild her versteht und nichts über ihre Entstehung und ihren Hintergrund weiß. Die frühesten Wurzeln dieses "Werkzeugs" sind wohl im Kommunismus zu finden:
Dem Kommunismus ging es im Wesentlichen nur um "das Kapital" im Verhältnis zur "arbeitenden Masse".
(Heute wird man vielleicht (kurzsichtig) sagen, es sei der Konflikt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, doch das trifft nicht zu. Es waren die aus dem "Sozialismus" (eine mildere Ausformung des Kommunismus) hervorgegangen Gewerkschaften, die diese "Gegnerschaft" postulierten.)

Tatsächlich ging es in der kommunistischen Philosophie aber wirklich um "das Kapital", das im Eigentum an Produktionsmitteln in Erscheinung tritt: Der erklärte Klassenfeind des Kommunisten ist der Kapitalist als jemand, der selbst nicht arbeitet, nichts schafft, aber über das Kapital "anschafft". Der Kapitalist verfügt über ausreichend großes Geldvolumen, um "Produktionsmittel" zu finanzieren und über Produktionsmittel über die arbeitenden Menschen zu herrschen.
Der (wahre) Kapitalist tut dies nicht aus humanitären Gründen, etwa um Menschen Wirkungsbereiche und Arbeit zu verschaffen, sondern ausschließlich, um aus seinem Kapitaleinsatz Profit zu ziehen. Weil er selbst nicht arbeiten will, braucht er dazu Menschen als Werkzeug. Dem "wahren Kapitalisten" bedeutet das Schicksal der Menschen, die durch ihre Arbeit sein Kapital vermehren, ganz und gar nichts.


Verwirrung der Begriffe


Weil Karl Marx sein Werk, in welchem er das Wirken des Kapitalisten philosophisch aufarbeitete, "Das Kapital" nannte, wurde aus dem Klassenfeind "Kapitalist" praktisch verkürzt und stellvertretend "das Kapital". Das rechtfertigte den Kampf gegen einen anonymen Feind "Kapital" und die Ausrottung aller Menschen, die als Kapitalist gesehen wurden. In weiterer Folge wurde jeder, der (Lohn-) Arbeit auf irgend eine Weise möglich machte, zum "Kapitalisten" erklärt.
Der (wahre) Kapitalist sorgt in den seltensten Fällen selbst für Unterdrückung und Ausbeutung. Dazu bedient er sich willfähriger "Zwischenmänner", die als Lohnempfänger die Drecksarbeit machen, während er bloß das Geld ("Kapital") arbeiten lässt. Und wenn er geschickt ist, lässt er noch das Geld anderer für sich arbeiten.
So ging im Bewusstsein der Menschen völlig verloren, dass beide Dinge im Grund nichts weiter gemein haben als ein Wort.
Aber nicht "das Kapital" ist böse, sondern "der Kapitalist". Natürlich legten Agitatoren niemals Wert darauf, Begriffe klar zu definieren - ihnen kam es allein darauf an, das Volk aufzuwiegeln (denn dafür wurden sie ja bezahlt).

Wie Ideologie verwirklicht wird


Wer eine Ideologie zum Durchbruch führen will, stellt ihr Gegenteil als Feindbild in den Raum. So schafft man etwas, das von allen bekämpft werden kann. Zum "Kampf gegen den Feind" ist auch der bereit, der die Sache gar nicht bedenken kann oder will.
Dem liegt eine Eigenheit menschlichen Denkens zu Grunde: Wir denken in Vergleichen - und am einfachsten in Gegensätzen.
Wir werden zum Beispiel "Gesundheit" erst dann richtig schätzen, wenn wir ihr Gegenteil, "Krankheit" erleben. Wir schätzen das Leben erst so richtig, wenn wir mit dem Tod konfrontiert sind. Wir wissen Schönheit erst zu schätzen, wenn wir uns der Hässlichkeit ausgesetzt fühlen.
Im Zuge der den Agitatoren überlassenen praktischen Entwicklung (des praktizierten Kommunismus) wurde den "wissenschaftlichen Denkern und Führern" klar, dass ideelle (kommunistische) Ansprüche nicht verwirklicht werden können, wenn Menschen in ihrer Erziehung darauf nicht vorbereitet worden sind. Im Grund wohl nur deshalb, weil ihre Ideologie der menschlichen Natur nicht entspricht. Aber niemand braucht dazu erzogen werden, einen Feind zu bekämpfen, der das eigene Leben bedroht. Diese Wehrbereitschaft ist Teil der Lebendigkeit - das Leben will fortbestehen.
Dieser kleine Ausflug in die gesellschaftliche Vergangenheit erschien mir nötig, um die Wurzeln und Gründe unserer gesellschaftlichen Entwicklung verständlich werden zu lassen.

Lehre oder Indoktrination?


Wie bringt man Ideologie voran? Schon in der frühesten Erziehung müsse also der Jugend das Feindbild vor Augen stehen, sagt der Ideologe. Der Nachwuchs dürfe auf keinen Fall mit abweichendem Gedankengut in Berührung kommen. Nur dann kann ihm das angestrebte Ideal fruchtbar "anerzogen" werden.
Die Umsetzung der (kommunistisch ideologischen) "Denker und Führer" war so einfach wie radikal: Sie verlangten, dass der gesamte Nachwuchs des Volkes dem erzieherischen Einfluss der Eltern (ebenso wie dem der Kirchen) entzogen werde. Nur dann könne "die Saat des kommunistischen Ideals" in fruchtbaren Boden gelegt werden.
Das Volk solle Kinder zeugen, gebären und der "Partei" zur Ernährung, Erziehung und Ausbildung übergeben. Eltern und Kinder hätten nicht mehr miteinander gemein als eine Menge Gene. Die Partei allein sorge für das Wohlergehen des Volkes.
Es mag heute unwahrscheinlich erscheinen, dass unsere moderne demokratische Kultur auf solchen Ideen gewachsen sein könnte. Dennoch kann man beobachten: Für sehr sehr viele Menschen ist "demokratisch" eigentlich "sozialistisch" oder "kommunistisch", aber auf keinen Fall "konservativ" (das heißt "bewahrend"!).
Wer auch nur ansatzweise konservative Ansichten zeigt, identifiziert sich in "linken" Augen als "rechts" und damit als Klassenfeind. An die Stelle der (kommunistischen) Partie ist in unserer Zeit der (im Eigentum des "Kapitals" befindliche) Staat getreten, sonst liegen die Dinge kaum anders.
Für unsere Gesellschaft ist Begriffsverwirrung zum Normalzustand geworden.

Versteckte Verursachung


Trotz stetig zunehmender Produktivität des Einzelnen wurde der Zwang zur Erwerbstätigkeit beider Elternteile nicht geringer, sondern fast exponentiell größer. Warum geht kein Politiker diese Tatsache - außer in Wahl- oder Sonntagsreden - entschlossen an?
Als Folge dieser Entwicklung klagt die (zunehmend "akademisch" gebildete) Lehrerschaft (nicht nur) in den Grundschulen, dass immer mehr Kinder immer weniger "erzogen" in die Schullaufbahn eintreten.
(Hier wirkt der Druck des Kapitalisten total verschleiert: Weil er den Gewinn aus höherer Produktivität abzieht, erzwingt er mehr Arbeitseinsatz. Weil er den produzierten Ertrag in Form des Geldes aus dem Verkehr zieht, um es anderweitig zu "investieren", macht er Geld zur Mangelware. Bitte hier nicht oberflächlich urteilen: Es ist vom "wahren Kapitalisten" die Rede, nicht vom fälschlich als Kapitalist bezeichneten Arbeitgeber!)

"Normal" Denkende müssten den Gedanken, dass das Eine (Krisen in allen Erscheinungsformen) als Mittel zum Anderen ("Umerziehung des Volkes") dienen könnte, geradezu als absurd verwerfen. Dennoch gibt es für den aufmerksamen Beobachter eine ganze Reihe von Indizien, dass gerade dies möglich ist:
Weil das Volk nie geschlossen hinter Regierungen steht, die Familien mehr oder weniger deutlich entmündigen wollen, muss es recht triftige Gründe geben – Krisen zum Beispiel. Das Migrantenproblem könnte (im Hintergrund) geplant geschaffen worden sein, um Ziele zu erreichen, die bislang keine breite Zustimmung im Volk finden konnten. Es liefert unserer Politik den Anlass, das Land mit "geisteswissenschaftlich" gebildeten Akademikern anstelle von "bloß pädagogisch" gebildeten Lehrern zu versorgen.
(Bewusst sarkastisch formuliert: Ist denn nicht offensichtlich, dass letztere den Aufgaben unserer modernen Zeit nicht mehr gewachsen sind?)

Andererseits liefert es Anlass, mit Gesetzen dafür zu sorgen, dass allen Eltern die "Erziehungsarbeit" von Fachpersonal aus der Hand genommen wird, um die Eltern in den Produktionsprozess einzugliedern. Ein Schelm wer nicht glaubt, dass dies nur zum Vorteil der Familien geschieht! Nur damit sie - die Eltern - durch die fleißige Erwerbsarbeit ihrer Familie mehr Luxus schaffen könnten.
Könnte es sein, dass echte Kapitalisten am Ende der Drähte stehen, die unsere Gesellschaft in eine Verfassung nach ihren Wünschen ziehen? Bei Orson Wells sieht es ein bisschen anders aus ... am Ende läuft es wohl aufs Gleiche hinaus.
(Zur Erinnerung: Ein Kapitalist ist jemand, der selbst nie arbeitet, sondern lediglich sein Geld "arbeiten lässt". Er findet immer geeignete Streber, die sich mit ganzer Kraft für seine Vorgaben (verfälschend oft auch "Ziele" genannt,) einsetzt. Schließlich will auch der skrupellose Streber gut verdienen!)

Weil der Kapitalist über genug Geld verfügt, geht es ihm nicht ums Geld; ihm geht es um Macht. Und weil für die Menschen, die ihren Unterhalt verdienen müssen, ein (künstlicher!) Mangel an Geld herrscht, scheint ihnen Geld das Wichtigste zu sein - ihr Überleben scheint davon abhängig zu sein. Kein Mensch, der sich ums Überleben sorgt, denkt in Machtkategorien - so bleibt das Wirken des Kapitalisten unerkannt.
Der Kapitalist gibt sich nicht damit zufrieden, ein paar Menschen - etwa die seines Unternehmens - oder viele - etwa die seines Volks - zu beherrschen. Nein ... er strebt die Weltmacht an, nur solch ein Spiel hält er für seiner würdig. Hier ein Krieg, dort ein Aufruhr, da eine Revolution ... alles Teil eines großen Spiels, an dem sich großartig "verdienen" lässt.
Der echte Kapitalist ist in der Tat für die Menschheit wie ein Krebsgeschwür für den lebenden Organismus - er lebt durch Verzehr seines "Wirtes", bringt ihn zu Tode und stirbt letztlich mit ihm (- und erkennt es vermutlich nicht einmal bis zu seinem letzten Atemzug).

Wer zieht die Fäden der Marionetten?


Wie kommt es, dass heute buchstäblich jede "westliche" Regierung mit gewaltigen Staatsschulden anonymen Geldgebern mehr verpflichtet ist als dem eigenen Volk? Vielleicht weil jede "demokratische" Regierung das eigene Volk an die Geldgeber verpfänden kann? Ach - das ist "finanztechnische" Normalität - ohne Sicherheit kein Kredit.
Und ... wenn der Kapitalist schon das Volk als Sicherheit hat (das heißt im Klartext: ...das Volk besitzt!), dann will er doch auch steuern, was es lernt, wie es lebt und unter welchen Umständen es was schafft, nicht wahr? Er will sich sein Volk passend "herrichten"!
Welcher Politiker wurde vom Volk gewählt, damit er es verpfände? Wohl keiner, nicht ein einziger! Vermutlich weiß keiner, dass er es in der Tat tut, und noch viel weniger wird das Volk wissen, dass genau dies geschieht. Es ist ja so leicht Gründe zu finden, warum mehr Geld gebraucht wird, als da ist.
Wer aber weiß, wie Geld mehr Geld zu schaffen vermag ohne das Risiko, dass das eingesetzte Geld verloren gehen könnte, der wäre doch dumm, sein Geld nicht auf diese Weise "zu investieren" - oder etwa nicht?
Er muss nur dafür sorgen, dass "das Volk" durch "wissenschaftliche Fakten" überzeugt wird. So erhalten wir eine Wissenschaft, die unter Berufung auf "Freiheit von Wissenschaft und Forschung" im Sinne des Geldgebers "wissenschaftlich fundierte Fakten" liefert. Fakultäten, die dem widersprechen, dreht man einfach den Geldhahn ab.
Sie meinen, das grenze an Verschwörungstheorie oder sei schon mittendrin? Betrachten Sie die medizinische Fakultät als Beispiel:
Hier wird faktisch nur mehr geforscht und gelehrt, wofür ein Geldgeber sich findet. Pharmakonzerne forschen im eigenen Haus, bestimmen aber - mit Geldeinsatz - was an öffentlichen Universitäten geforscht und gelehrt wird. Deshalb haben wir heute Lehrpläne, aus denen Naturheilkunde getilgt worden ist und eine Allgemeinmedizin, die zu mehr als 80% Pharmakologie, nicht Heilkunde ist. (Pharmaprodukte heilen nicht! Sie machen das Leben erträglicher und im Abonnement länger.)
Bei aller "Freiheit der Forschung" kostet es Geld, "natürliche" wirkliche Gesundheit zu erforschen - dafür gibt es jedoch kein Geld. So müssen "Sozialversicherungen" für Pharmaprodukte aufkommen, nicht aber für natürliche Heilkosten. Abermals wird über öffentliche Einrichtungen das Volk als Knecht gehalten, der die Rechnung bezahlt.
Wohin man schaut, kann man Fäden erkennen, an deren Enden jemand agiert, ohne zu wissen, wer am anderen Ende zieht.
Es ist doch alles wissenschaftlich so einleuchtend begründet!
Wie könnte man da auf den Gedanken kommen, dass nicht in allem, was als "wissenschaftlich" etikettiert ist, auch wirklich Wissenschaft (auf der Grundlage von Forschung nach Wahrheit) drin steckt? Auf irgendetwas muss man sich doch verlassen können, oder etwa nicht?
Ich frage mich, ob je ein sich "demokratisch" verstehendes Volk sich ausdenken würde, dass es insgesamt - Neugeborene und künftig Gezeugte inbegriffen - mit ihrer Arbeitsleistung für die Schulden der Regierung verpfändet werden soll.
Ohne Sicherheit kein Kredit ist finanztechnische Normalität. Kredit von wem? Nie wird jemand erfahren, von wem eine Regierung so großzügig mit Kredit ausgestattet wird - dazwischen sind immer "Banken" und "Finanzmärkte", nie scheint es lebendige Menschen auf diesen Verbindungen zu geben. Natürlich nicht ... das wäre für sie viel zu gefährlich!
Nur wenn man sich selbst traut, solch ein diabolisches Konzept nachzuempfinden, wird man auch erkennen, wer in Wahrheit wirklich für den Niedergang einer guten Allgemeinbildung im Volk sorgt, diesen aber als eine Art "natürliche Entwicklung" erscheinen lässt. Auch dies ließe sich "wissenschaftlich" erklären:
"Genauso wie jeder Berg durch Erosion im Lauf der Zeit an Masse verliere, so verliere jede Kultur im Lauf der Zeit an Substanz."

Aber jemand, der den Begriff "Kultur" richtig versteht, wird die Falschheit solcher Argumentation sofort erkennen. Dafür bedarf es allerdings einer Bevölkerung, die sich ihrer Kultur bewusst ist, und die sie bewahren ("konservieren") will. Und es bedarf einer Bevölkerung, der ihre Kultur ein lebendiges Anliegen ist.
Eine Neue Lernkultur kann und wird dazu einen wichtigen Beitrag liefern.