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Kategorie: Lernkultur
Erstellt von: Helmut

Teil 1.5, Wesentliches rund um Schule


Im Bereich Schule spielen zwei Begriffe eine prominente Rolle, die weithin missverstanden sind und viel zu oft falsch - das heißt so, dass sie nicht das Gewünschte erzielen, - angewendet werden. Es geht hier um die Begriffe Disziplin und Sitten.
Doch bevor wir diese Begriffe näher betrachten, sei der Zweck der Schule noch ergänzend erwähnt:
In Folge 4 dieser Reihe wurde Schule in erster Linie mit Bildung - genauer gesagt, mit Allgemeinbildung - von jungen Menschen verknüpft. Alles dort Gesagt trifft natürlich auch gleichermaßen auf Ausbildung zu, und natürlich gibt es auch Schulen, deren primärer Zweck die Ausbildung (oder Berufsbildung) junger Menschen ist.
Ausbildung ist das (selbstbestimmte) Erwerben von sach- oder fachbezüglichem Wissen und Entwickeln einschlägiger Fertigkeiten eines abgegrenzten Gebietes, z.B. zur beruflichen Qualifikation.
Ausbildung ruht auf der dem Menschen eigenen Bestrebung, etwas zu bewirken und soll befähigen, durch Einsatz der Kräfte das Angestrebte auch zu erreichen.
Ausbildung ist so vielfältig wie das Spektrum der Berufe; es könnte buchstäblich für jeden Beruf eigene Schulen geben, doch eine neue Lernkultur schließt Universitäten (und Hochschulen) nicht in den dargelegten Begriff "Schule" ein, sondern betrachtet sie als eine eigene Kategorie von Forschungs- und Lehranstalten. Natürlich wäre es gut, wenn auch solche Anstalten wesentliche Aspekte einer neuen Lernkultur integrierten, doch dieses Manifest betrifft allgemein die Bildung aller jungen Menschen des Volkes.

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Kategorie: Lernkultur
Erstellt von: Helmut

Teil 1.4, Schule: Sinn und Zweck


Die kurze Begriffserklärung zu "Schule", wie sie in Folge 3 gegeben wurde, reicht nicht aus, um die Rolle der Schulen einer neuen Lernkultur zu erfassen.
Schon im ursprünglichen Begriff (das altgriechische "schole" = Muße) lässt sich eine klare Unterscheidung zwischen "lernen" und "arbeiten" erkennen. Auch die (gesellschaftliche) Einsicht und das Bestreben, dem Lernenden die Zeit zuzubilligen, die er für seine Absicht, etwas Bestimmtes zu lernen braucht, lässt sich daraus ableiten. Wir sollten hier nicht außer Acht lassen, dass dieser Begriff von einer (sehr frühen) Gesellschaft aufgrund der in ihr herrschenden Praxis geprägt wurde. Es war eine von Herrschenden geformte Gesellschaft, die Pädagogen als Sklaven (d.h. unfreier Slawe) hielt.
Und wir sollten nicht vergessen, dass zur Zeit, da dieses Wort in unsere Sprache aufgenommen wurde, in unserer Gesellschaft Kinderarbeit durchaus zum Alltag gehörte. Der Grundgedanke "Muße dem Kinde!" war also durchaus eine unerhörte Erneuerung und gewaltiger Fortschritt zur Humanität.
Schule wie wir sie heute kennen, besteht erst seit wenigen hundert Jahren und geht - zumindest in Österreich - auf Kaiserin Maria Theresia zurück. Sie erkannte wohl das Potential der Jugend und ihren Wert für das Wohlergehen des ganzen Volkes und verfügte Unterrichtspflicht und Schulpflicht.

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