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Kategorie: Pädagogik
Erstellt von: Helmut

Wenn Kunst versagt


Bis etwa zum Ende des Neunzehnten Jahrhunderts war Pädagogik primär von der christlichen Auffassung bestimmt, dass jedes Menschenkind auch und zuerst ein Kind Gottes sei. Es galt, dem Kind "das Wort Gottes" nahe zu bringen und es zu einer "Gott gefälligen Lebensführung" zu erziehen. Dabei war immer klar, dass ein Kind Gottes über gewisse (Menschen-) Würde verfügt.
Die Neuzeit brachte eine völlig neue Betrachtung ins Spiel. Auf der (vermeintlichen!) Grundlage der äußerst erfolgreichen Natur­wissen­­schaften wurde alles, was sich nicht nach "wissen­schaft­lichen Grund­sätzen" beweisen lässt, eliminiert.
Nimmt es einen da Wunder, dass als Erstes die "Gottes­kind­schaft" eliminiert worden ist? Mit ihr hat das Kind seine Würde verloren. Was bekam es an ihrer Stelle?
Zuerst war es eine Theorie - "Über die Entstehung der Arten" eines Dr. Darwin. Dieser Theorie zu Folge ist jede Art von existenten Lebewesen das (bislang) letzte Glied einer Kette von Zufällen, aus denen der jeweils am besten angepasste Organismus (Spezies) als Sieger hervorgegangen sei.

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Kategorie: Lernkultur
Erstellt von: Helmut

Wie ich das Fundament fand


Die Lehren aus meiner eigenen Schulzeit und die Erinnerung an letztere waren mir lebendig und in bleibender Erinnerung geblieben. Die daraus gewonnenen Einsichten bestimmten wesentlich meine berufliche und auch geistige Entwicklung.
(Interessieren Sie meine diesbezüglichen Erfahrungen? Lesen Sie hier an diesen Stellen nach: Prägende erste Schuljahre, Bildung? Nein. Angepasst sollst du werden! sowie Werte und Berufsausbildung)
Im Alter von 33 Jahren hatte ich - einige Jahre nach Überwindung einer sogenannten Midlifecrisis - einen tieferen Sinn für mein Leben gefunden. Mein Beschluss zu einem pädagogischen Studium führte mich in den USA und eröffnete mir tiefe Einsichten in großer Breite. Allem voran lernte ich die Mechanismen verstehen, wie bestimmte Strömungen die "Bildung der Jugend" auf internationaler Ebene bestimmen.
Bei meiner Rückkehr nach Österreich am Ende der dreijährigen Studien hatte ich ein klares Ziel und ein grobes Konzept im Gepäck. Mein Beschluss war darauf gerichtet, mein weiteres Leben der Aufgabe zu widmen, meinem Land "eine neue Lernkultur" zu bringen. Mein gedankliches Konzept war prinzipiell und von Grund auf anders als die üblichen pädagogischen Bestrebungen.

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Kategorie: Lernkultur
Erstellt von: Helmut

Von Null auf Lehrer


Bis 1974 war ich Techniker und hatte die 12 Jahre davor mit Computeranlagen und Daten­übertragungsnetzwerken zu tun. Es war ein sagenhaft interessante, heraus­for­dern­de und befrie­digende Tätigkeit.
Ganz am Anfang dieser Tätigkeit, unmittelbar nach meine Einschulung auf Lochkarten­maschinen, brachte mein Arbeitgeber einen völlig neuen Computer heraus.
Ich hatte das Glück und wurde gefordert, diese Maschine zu studieren, um die ersten Riegen von Wartungstechnikern dafür zu instruieren und auszubilden. Sowohl die Heraus­forderung des Studiums als auch die des Unterrichtens waren damals für mich "das Größte".
Dann in der Unterrichtspraxis die vielfältigen Möglichkeiten zu beobachten, wie Men­schen daran gehen, Neues zu lernen, faszinierte mich aufs Höchste.
Aber ich begann auch zu erkennen, dass Menschen durch eine "formalen Schulbildung" offen­bar ihre natürlichen Anlagen zum Lernen verlieren. Es waren recht seltsame "Lern­methoden", die vielleicht schulischen Anforderungen gerecht werden konnten, ganz gewiss aber nicht den Anforderungen des Lebens. Doch damals hielt ich diese Dinge noch für ein individuelles Merkmal der betroffenen Personen.

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Kultur hat Sinn und Wirkung


Unsere "abendländische" Kultur umfasst vieles, was wir alle schätzen: Große Kunstwerke, hoch entwickelte Wissenschaften, phantastische Technologien, um nur drei Beispiele zu nennen. Dazu ein viel ver­spre­chendes politisches System, die Demokratie.
Dieses System verspricht uns unter anderem Freiheit, Chancen­ge­rech­tigkeit und Mit­sprache in der Wahl unserer Regierung(en).
Schauen wir aber genau hin, dann erweisen sich viele Versprechen als bloße Worthülsen ohne jeden konkret erkennbaren Inhalt.
Wir glauben, Demokratie (d.h. Herrschaft des Volkes) zu praktizieren, tatsächlich aber herrscht die nackte Pekuniakratie (Herrschaft des Geldes).

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